Glossar

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In unserem Flughafen-Glossar finden Sie Erläuterungen zu den wichtigsten Fachbegriffen rund um den Düsseldorfer Airport und die Luftverkehrsbranche im Allgemeinen.

A

ACC
Das Airport Control Center (ACC) ist die hochmoderne Schaltzentrale am Düsseldorfer Flughafen. Mit Hilfe des ACCs sollen die Prozesse am Standort optimiert und dadurch die Pünktlichkeit und Performance weiter gesteigert werden. Mitarbeiter des Flughafens, der Luftverkehrsgesellschaften, der Bundespolizei, der Abfertigungsunternehmen und der Handlingsgesellschaften arbeiten hier Hand in Hand in einem Raum. Ständig tauschen sie dabei aktuelle Informationen mit der Deutschen Flugsicherung (DFS) und dem Deutschen Wetterdienst aus. Sämtliche Prozesse werden koordiniert, benötigte Ressourcen eingeplant und mögliche Schwachstellen im Ablauf frühzeitig identifiziert und bearbeitet.

A-Check
Auch für Flugzeuge sind bestimme Intervalle vorgesehen, bei denen die Maschine in den Hallen am Düsseldorfer Flughafen gewartet werden. Drei der vier möglichen Checks, die nach Häufigkeit und Intensität unterschieden abgestuft sind, werden in Düsseldorf durchgeführt. Die A-Checks umfassen neben einer Kontrolle der technischen Systeme auch die gründliche Prüfung der Kabine. Die Wartung steht alle 250 bis 650 Flugstunden an und dauert zumeist nicht länger als eine Nacht.

Airfield Lighting Service
Eine wichtige Rolle für die Sicherheit des Airports spielt die Befeuerungsanlage. Die „Feuer“ stehen in diesem Fall für die Leuchten oder Lichtsignale, die beim Start, bei der Landung oder am Boden für eine gute Sicht sorgen und eine wichtige Orientierungshilfe für die Piloten darstellen. Der Airfield Lighting Service stellt unter anderem sicher, dass die Beleuchtung der beiden Start- und Landebahnen und des Vorfeldbereichs – entsprechend den Vorgaben der International Civil Aviation Organization (ICAO) – uneingeschränkt funktioniert.

Airport Bürgerbüro
Das im Jahr 2003 eingerichtete Airport Bürgerbüro in der Düsseldorf Airport City steht allen Interessierten als zentrale Anlaufstelle zur Verfügung. Hier können sich Nachbarn zu Themen rund um die Luftfahrt und den Flughafen informieren. Das Nachbarschaftsteam gibt unter anderem Auskunft über Flugrouten und Fluglärm, die Betriebszeiten des Airports und beantwortet Fragen zur Luftqualität. Außerdem können Anwohner hier erfahren, welche Schallschutzmaßnahmen ihnen zustehen und welche Mittel der Flughafen auf freiwilliger Basis erstattet. In einem Ausstellungsraum können die Besucher an Fenstermodellen sehen, wie Schallschutzmaßnahmen umgesetzt werden können.

Airport City
Am Flughafen Düsseldorf International entwickelt sich seit 2005 direkt angrenzend an das Terminal der hochwertige Immobilienstandort „Düsseldorf Airport City“. Der moderne Business-Park bietet attraktive Voraussetzungen für ein erfolgreiches Arbeiten. Die unmittelbare Lage verschafft Unternehmen den direkten Zugang zu den Handelsplätzen dieser Welt.

Angerlandvergleich
Am 13. Mai 1965 wurde zwischen den Gemeinden des Amtes Angerland, der Stadt Düsseldorf, dem Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Verkehr NRW und dem Flughafen Düsseldorf International ein gerichtlicher Vergleich geschlossen – der so genannte „Angerlandvergleich“. In diesem wird Fluglärm durch eine klare Begrenzung der ursprünglichen Ausbauplanung berücksichtigt. Gleichzeitig werden im Interesse der Nachbargemeinden Beschränkungen und Regelungen für den Flugbetrieb festgelegt.

Äquivalenter Dauerschallpegel (Leq)
Lärm ist in der Regel eine unregelmäßige Abfolge einzelner Schallereignisse. Folglich müssen für eine realistische Bewertung der Lärmbelastung neben den Maximalpegeln als Haupteinflussgröße auch Dauer und Häufigkeit der einzelnen Schallereignisse berücksichtigt werden. Diese Faktoren fasst der „äquivalente Dauerschallpegel“ so zusammen, dass der über eine bestimmte Zeit an einem bestimmten Ort gemessene Lärm auf ein in der Wirkung auf den Menschen vergleichbares Dauergeräusch umgerechnet wird. Der Leq ist ein weltweit anerkanntes Maß, das mit der Lästigkeit korreliert.

B

B-Check
Auch für Flugzeuge sind bestimme Intervalle vorgesehen, bei denen die Maschine in den Hallen am Düsseldorfer Flughafen gewartet werden. Drei der vier möglichen Checks, die nach Häufigkeit und Intensität unterschieden abgestuft sind, werden in Düsseldorf durchgeführt. Bei dem B-Check handelt es sich um einen Sondercheck für bestimmte Flugzeugmuster, der etwas umfassender ist als der A-Check (siehe entsprechendes Stichwort). Die Wartung steht nach 1.000 Flugstunden an und dauert mindestens einen halben Tag.

BHKW
Der Flughafen verfügt über eigene Blockheizkraftwerke (BHKW), die neben Wärme auch Strom erzeugen. Die Leistung der flughafeneigenen Anlage liegt bei fast zwei Megawatt – rund 15.000.000 Kilowattstunden (kWh) Strom können im Jahr erzeugt werden. Rund zehn Prozent des jährlichen Verbrauchs am Airport werden damit dank des BHKWs selbst produziert.

Bodenabfertigung
Siehe Ground Handling.

Bodenverkehrsdienst
Siehe Ground Handling.

C

Chapter III (Bonusliste)
Bei den Kapitel-3-Flugzeugen (Chapter III) handelt es sich um Flugzeuge, die die Bedingungen der strengsten Lärmschutzklasse erfüllen. Die Lärmgrenzwerte für Flugzeuge wurden 1971 im Anhang 16 zum Abkommen über die internationale Zivilluftfahrt von der ICAO eingeführt und seitdem mehrfach verschärft. Alle Verkehrsflugzeuge, die heute neu auf den Markt kommen, müssen die Bedingungen des Kapitels 3 dieses Anhangs einhalten. Ermittelt wird der Lärmpegel an drei Messpunkten: Für den Start 6.500 Meter von Beginn der Startbahn (Startrollpunkt) und 450 Meter seitlich der Startbahn sowie für die Landung 2.000 Meter vor der Landebahnschwelle, was einer Überflughöhe von circa 120 Metern entspricht. Die Grenzwerte sind abhängig vom höchstzulässigen Abfluggewicht und der Zahl der Triebwerke eines Flugzeugs. Große Flugzeuge dürfen lauter sein als kleine und Flugzeuge mit vier Triebwerken lauter als solche mit zweien. Strahlflugzeuge mit einer Lärmzulassung nach Kapitel 3 Bonusliste dürfen planmäßig zwischen 6 und 22 Uhr starten und zwischen 6 und 23 Uhr landen. Verspätete Landungen dieser Flugzeuge sind ohne gesonderte Ausnahmegenehmigung bis 23:30 Uhr möglich, und Flugzeuge von Airlines mit einem Wartungsschwerpunkt (siehe auch Stichwort Homebase-Carrier-Status) in Düsseldorf dürfen verspätet bis 24 Uhr und zwischen 5 und 6 Uhr landen, um pünktlich ihren Tagesflugplan beginnen zu können.

C-Check
Auch für Flugzeuge sind bestimme Intervalle vorgesehen, bei denen die Maschine in den Hallen am Düsseldorfer Flughafen gewartet werden. Drei der vier möglichen Checks, die nach Häufigkeit und Intensität unterschieden abgestuft sind, werden in Düsseldorf durchgeführt. Der C-Check ist eine größere Wartung, die nach circa 3.000 Flugstunden ansteht. Um alle notwendigen Elemente, Systeme und Komponenten zu prüfen, wird das Flugzeug zum Teil zerlegt. Der C-Check kann bis zu zwei Wochen dauern.

D

Deutsche Flugsicherung GmbH (DFS)
Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH (DFS) ist für die Flugverkehrskontrolle in Deutschland zuständig. Sie ist ein privatrechtlich organisiertes Unternehmen, das zu 100 Prozent dem Bund gehört. Sitz des Unternehmens ist Langen in Hessen. Insgesamt ist die DFS bundesweit an 16 internationalen Flughäfen, so auch in Düsseldorf, und an vier Centerstandorten (Kontrollzentralen) vertreten. Die Fluglotsen in den Towern sorgen für eine sichere und reibungslose Abwicklung des Flugverkehrs an den Flughäfen. Vom Anlassen der Triebwerke über die Rollanweisungen bis hin zur Start- beziehungsweise Landefreigabe stehen sie im ständigen Kontakt mit den Piloten. Anschließend werden die Flugzeuge dann von den Radarlotsen in einer der vier Kontrollzentralen der DFS übernommen. So übergibt beispielsweise der Towerlotse in Düsseldorf ein Flugzeug nach dem Start an die Centerlotsen in der Radarkontrollzentrale Langen. Durch kontinuierliche Höhen- sowie Kursanweisungen führen sie die Piloten durch den Luftraum und sorgen stets für genügend Abstand zwischen den Flugzeugen, so dass der Luftverkehr über Deutschland sicher und flüssig abgewickelt werden kann.

De-icing
Siehe Enteisung.

Dezibel
Schall wird in Dezibel gemessen, benannt nach Alexander G. Bell, der durch die Erfindung des Telefons bekannt ist. Die Dezibelskala beginnt bei einer Hörschwelle, von der an der Mensch akustische Signale registriert. Dieser Schwelle wird der Wert 0 dB zugeordnet. Der Mensch empfindet eine Erhöhung des Schalldruckpegels um 10 dB als Verdoppelung der Lautstärke. Die Schmerzgrenze liegt bei etwa 130 dB. Um auch die unterschiedliche Empfindlichkeit des menschlichen Ohrs für hochfrequente und niederfrequente Töne zu berücksichtigen, wird Messgeräten ein so genannter A-Filter vorgeschaltet, das Dezibel dementsprechend um den Zusatz „A“ erweitert.
Wie laut ist laut?
-    leise Musik 40 dB(A)
-    Rauschen von Blättern 40 dB(A)
-    Wohnraum bei geschlossenem Fenster 40 dB(A)
-    normale Sprache 60 dB(A)
-    Rasenmäher 70 dB(A)
-    Pkw 80 dB(A)
-    schwerer Lkw 90 dB(A)
-    startendes Flugzeug, gemessen in Lohausen 90 dB(A)
-    Tanzfläche einer Disko 110 dB(A)
-    Schmerzgrenze 130 dB(A)

E

Emission
Unter Emission versteht man die Abgabe von Geräuschen, Strahlen oder luftverunreinigenden Stoffen in festem, flüssigem oder gasförmigem Zustand in die Atmosphäre.

Enteisung
Eis auf den Tragflächen oder auf dem Leitwerk eines Jets verändert den Strömungsverlauf der Luft beim Start und bewirkt außerdem eine unerwünschte Gewichtszunahme. Abbrechende Eis- und Schneeteile können in die Hecktriebwerke gelangen oder das Leitwerk beschädigen. Zur Vermeidung dieser Gefahren, werden Flugzeuge im Winter vor dem Start mit umweltverträglichem Frostschutz-beziehungsweise Enteisungsmittel behandelt.

F

Finger
Als sogenannter Finger wird die Fluggastbrücke bezeichnet. Befindet sich die Parkposition des Flugzeugs am Gebäude, wird eine Fluggastbrücke angesetzt, über die die Passagiere das Flugzeug verlassen und direkt ins Terminal gelangen.

Flughafenkoordinator Deutschland
Hierbei handelt es sich um eine Bundesbehörde, die seit 1971 direkt dem Bundesverkehrsministerium unterstellt ist und im Vorfeld der Flugsicherung die zeitliche Abstimmung der An- und Abflüge auf allen deutschen Verkehrsflughäfen wie auch der Überflüge vornimmt. Hauptaufgabe ist die Verwaltung und Verteilung der Start- und Landezeiten (Slots) auf den deutschen Verkehrsflughäfen. Die Zuteilung von Slots erhält eine zunehmend verkehrs- und wettbewerbspolitische Bedeutung.

Fluglärmkommission
An Verkehrsflughäfen mit Fluglinienverkehr wurden in Deutschland auf Grundlage des Fluglärmgesetzes Kommissionen eingerichtet, die die Genehmigungsbehörden beraten. Die Mitglieder der Fluglärmkommission sind unter anderem Städte- und Gemeindevertreter, Vertreter der Deutschen Flugsicherung, der Fluggesellschaften, des Umwelt- und Wirtschaftsministeriums, der Staatskanzlei, der Bundesvereinigung gegen Fluglärm und des Flughafens. Am Flughafen Düsseldorf Airport ist die Kommission mit rund 25 Vertretern besetzt, da gleich mehrere Städte und Gemeinden in den von Fluglärm betroffenen Gebieten rund um den Airport liegen. Etwa zweimal im Jahr treffen sich die Teilnehmer der Kommission, deren Beschlüsse für die Genehmigungsbehörden und die DFS empfehlenden Charakter haben.

Flugrouten
Für einen geordneten, sicheren Verkehr im Luftraum müssen Flugzeuge bestimmte, festgelegte Routen nutzen. Das gilt natürlich auch und vor allem für Starts und Landungen. Die Festlegung von Flugrouten sowie die Bewegungslenkung und Überwachung des Flugverkehrs im deutschen Luftraum liegen ausschließlich im Verantwortungsbereich der Deutschen Flugsicherung GmbH (DFS). An der Entwicklung der An- und Abflugstrecken für den Flughafen Düsseldorf haben Vertreter der umliegenden Gemeinden intensiv mitgewirkt. Die Routen für startende Flugzeuge wurden dabei so definiert, dass sie weitgehend über weniger dicht besiedelte Gebiete führen.

FOD
Die durch Fremdeinwirkung verursachten Beschädigungen von Flugzeugen werden in der Fachsprache FOD (Foreign Object Damage) genannt. Da Triebwerke loses Material leicht ansaugen und dadurch Schaden nehmen können, werden die Bewegungsflächen ständig überwacht und gereinigt. Auch die Flugzeugreifen selbst könnten beschädigt werden. Regelmäßige Kontrollfahrten gehören daher am Airport zum alltäglichen Betriebsablauf.

Friction Tester
Bei den Friction Testern handelt es sich um Fahrzeuge, bei denen sich im Kofferraum ein Messgerät befindet, um die Oberflächengriffigkeit zu überprüfen. In regelmäßigen Messfahrten lässt sich so der Reibungskoeffizient für die überfahrenen Flächen auf den Start- und Landebahnen bestimmen und per Rechner erfassen, denn die Griffigkeit der Aufsetzzonen wird stets überprüft. Dazu wird ein dünner Wasserfilm vor das Messrad gesprüht, der die Situation eines typischen Regenschauers simuliert (Aquaplaning).

Fuel Dumping
Das Ablassen von Kerosin (engl.: Fuel Dumping) während des Fluges ist eine Maßnahme, die äußerst selten und nur in bestimmten Notsituationen unter Einhaltung strengster Sicherheitsbestimmungen von wenigen Flugzeugtypen angewendet wird. Die Genehmigung zum Treibstoffschnellablass erteilt die Flugsicherung. Sie lotst das Flugzeug in einen wenig beflogenen Luftraum, der bei mindestens 1.500 Metern Höhe über möglichst dünn besiedeltem Gebiet liegt. Oft werden Luftwirbelschleppen fälschlicherweise für Kerosinablass gehalten: Denn bei erhöhter Luftfeuchtigkeit können Luftwirbelschleppen in Form eines grauen Bandes hinter dem Flugzeug sichtbar werden, was dann irrtümlich mit Fuel Dumping verwechselt wird.

G

General Aviation (Allgemeine Luftfahrt)
Zusammenfassender Begriff für Flüge der Privat- und Sportluftfahrt, Werksverkehr, Taxi-, Arbeits-, Agrar- und Ausbildungsflüge.

Ground Handling
Die sogenannten Bodenverkehrsdienste sind unter anderem für Be- und Entladung von Flugzeugen, Passagier-, Crew- und Gepäck-Transport sowie Enteisung zuständig.

H

Homebase-Carrier-Status
Als Homebase-Carrier-Status wird die Anerkennung des Flughafens Düsseldorf als örtlicher Wartungsschwerpunkt eines Luftfahrtunternehmens durch das nordrheinwestfälische Verkehrsministerium bezeichnet. Voraussetzungen für die Anerkennung sind insbesondere die Stationierung von Bonuslisten-Strahlflugzeugen am Flughafen Düsseldorf sowie deren Wartung in einer dort von dem Luftfahrtunternehmen selbst unterhaltenen, ständigen Wartungsstation, die vom Luftfahrt-Bundesamt als Instandhaltungsbetrieb genehmigt ist. So haben diese Fluggesellschaften die Möglichkeit, in den Wartungsstationen während der Nacht notwendige Arbeiten durchzuführen, um die Flugzeuge für den Einsatz am nächsten Tag vorzubereiten. Derzeit besitzen sieben Fluggesellschaften anerkannte Wartungsschwerpunkten am Flughafen Düsseldorf. Zu den Start- und Landezeiten siehe auch das Stichwort Chapter III (Bonusliste).

Hub
Unter einem (Luftfahrt-)Drehkreuz, versteht man einen „Umsteigeflughafen“ einer Fluggesellschaft oder mehrerer kooperierender Fluggesellschaften, einer Allianz, zum Umstieg zwischen Kurz-, Mittel- und Langstreckenflügen. Auch der Düsseldorfer Flughafen ist seit 2008 ein Luftverkehrsdrehkreuz.

 

I

IATA
Die International Air Transport Association ist der internationale Dachverband der Luftverkehrsgesellschaften mit Sitz in Genf.

ICAO
Die International Civil Aviation Organisation ist eine Unterorganisation der UN und hat ihren Sitz in Montreal. Sie stellt international verbindliche Normen für die Zivilluftfahrt auf.

Immission
Immission bezeichnet das Einwirken von Luftverunreinigungen, Schadstoffen, Lärm und Strahlen auf Lebewesen oder Bausubstanz.

Instrumentenlandesystem (ILS)
Mit dem am Düsseldorfer Flughafen vorhandenen Instrumentenlandesystem können Luftfahrzeuge selbst bei sehr schlechten Sichtverhältnissen genau bis zur Landebahn geleitet werden. Es gibt drei ILS-Kategorien: CAT I, II und III. Die Hauptbahn des Düsseldorfer Airports hat die ILS-Kategorien CAT IIIb in beiden Anflugrichtungen. Bei CAT IIIb ist ein Anflug bei einer Landebahnsicht bis zu 75 Metern möglich, bei CAT IIIa sind es 200 Meter, bei CAT II 300 Meter und bei CAT I 550 Meter.

K

Kerosin
Wie der Treibstoff für Autos besteht auch Flugzeugtreibstoff aus Erdöl. Grundsätzlich gibt es zwei Sorten von Flugzeugtreibstoffen: Kerosin (Jet A-1) für Strahltriebwerke (Jets) und Flugbenzin für Propellerflugzeuge. Kerosin ist dem Lampenpetroleum sehr ähnlich und schwer entflammbar. Das verringert bei Unfällen die Brandgefahr entscheidend. Flugturbinenkerosin muss international einheitlichen Qualitätsanforderungen entsprechen und wird aus ganz bestimmten Rohölsorten hergestellt. Es ist frei von Blei- und Halogenverbindungen. Nach einer international gültigen Spezifikation darf Kerosin maximal 0,3 Prozent Schwefel enthalten. Untersuchungen haben ergeben, dass der Schwefelgehalt des in Deutschland vertankten Kerosins um bis zu 90 Prozent unter dem international vereinbarten Grenzwert liegt.

L

Luftwirbelschleppen
Jedes Flugzeug hinterlässt auf seiner Flugbahn am Ende der Tragflächen zwei gegenläufige Luftwirbel, die durch den Druckunterschied zwischen den Ober- und Unterseiten der Tragflächen entstehen. Werden die Landeklappen ausgefahren, vergrößert sich die Intensität der Luftwirbel. Weitere Beeinflussungsfaktoren sind Flughöhe, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit. Ist letztere besonders hoch, werden die Wirbelschleppen in Form eines grauen Bandes hinter dem Flugzeug sichtbar – was dann manchmal mit dem so genannten Fuel Dumping verwechselt wird. Luftwirbelschleppen können unter Umständen zu Schäden an Dachziegeln führen.

M

MCT
Die Minimum Connection Time (Mindestumsteigezeit) bezeichnet die kleinste Zeitspanne, bei der der Buchungscomputer einen Anschlussflug als erreichbar ausgibt. In Düsseldorf beträgt die MCT lediglich 35 Minuten.

MTOW
Mit dem maximum take off weight (MTOW) bezeichnet man das maximale Startgewicht eines Flugzeuges.

N

Next Generation Hub(TM)
Kurze und komfortable Wege, ein modernes Terminal mit einer einzigartigen Shop-Landschaft, alle Airlines unter einem Dach und zahlreiche Interkontinentalverbindungen. Dazu eine Mindestumsteigezeit von 35 Minuten. Diese Eigenschaften machen Düsseldorf Airport zum Next Generation Hub™. Düsseldorf ist Drehkreuz für die beiden größten deutschen Fluggesellschaften Air Berlin und Lufthansa, sowie deren Partnerfluggesellschaften aus der oneworld, beziehungsweise Star Alliance.

Non Aviation
Moderne Flughäfen sind heute nicht mehr nur Verkehrsknotenpunkte und Start und Ziel einer Reise, sondern auch Erlebniswelten. Sie sind multifunktionale Dienstleistungszentren und ein idealer Standort für Einzelhandel und Gastronomie. Jene kommerziellen Geschäftsfelder, die nicht unmittelbar zum Flugbetrieb gehören, werden als Non-Aviation-Segment bezeichnet. Darunter sind Einzelhandel, Gastronomie, Reisebüros, Duty-Free, Besucherterrassen, Vermarktung von Geschäfts- und Gewerbeflächen, Vermietung von Büros und flughafenspezifischen Einrichtungen, Parkraum-Bewirtschaftung und die Werbung im und am Airport.

O

Off-Block
Ein Flugzeug geht Off-Block, wenn die Bremsklötze vor den Reifen entfernt werden. Im Anschluss rollt die Maschine von Ihrer Parkposition ab.

On-Block
Ein Flugzeug geht On-Block nachdem es auf seine Parkposition gerollt ist und die Bremsklötze vor die Reifen gelegt werden.

P

Point-to-Point
Hiermit werden Punkt zu Punkt-Verkehre bezeichnet, also keine Flugrouten über mehrere Flughäfen.

PRM-Service
Der PRM-Service (Abkürzung für People with Reduced Mobility) betreut an internationalen Flughäfen auf Wunsch mobilitätseingeschränkte Fluggäste, unterstützt beim Check-In-Prozess sowie bei der Sicherheitskontrolle, bringt die Passagiere bis auf ihren Sitzplatz im Flugzeug beziehungsweise holt sie nach Ankunft dort auch wieder ab.

Pushback
Als sogenanntes Pushback bezeichnet man das Rückwärtsschieben eines Flugzeuges mit Hilfe eines Schlepperfahrzeuges.

R

Ramp Agent
Der Ramp Agent überwacht den gesamten Abfertigungsprozess und ist Ansprechpartner und Bindeglied für alle Personen die daran beteiligt sind.

Remote-Position
Als Remote-Positionen bezeichnet man Positionen, zu denen ein Bustransfer erfolgt, das heißt sogenannte Vorfeldpositionen. An diesen Positionen findet unter anderem auch das De-icing statt.

Runway
Als Runways werden die Start- und Landebahnen bezeichnet. Am Düsseldorfer Flughafen gibt es ein paralleles Start- und Landebahnsystem. Dieses besteht aus einer 3.000 Meter langen Hauptbahn, der so genannten Südbahn, sowie einer 2.700 Meter langen Parallelbahn, der so genannten Nordbahn, die seit 1997 in Betrieb ist. Beide Bahnen sind 45 Meter breit. Sie liegen 500 Meter auseinander.

S

Safe-Gate
Der Düsseldorfer Flughafen nutzt das an allen Terminalpositionen das Andocksystem der Firma Safegate. Dieses erfasst mithilfe eines 3D-Laserscanners automatisch das ankommende Flugzeug, erkennt den jeweiligen Flugzeugtypen und unterstützt den Piloten schließlich beim Einrollen zur optimalen Andockposition. Auch die On-Block- und Off-Block-Zeiten werden automatisch erfasst.

Sicherheitslandung vs. Notlandung
Um eine Sicherheitslandung handelt es sich, wenn das Flugzeug aufgrund eines technischen Defekts aus Sicherheitsgründen außerplanmäßig landen muss, auch wenn es eigentlich noch flugtauglich wäre. Um eine Notlandung handelt es sich dagegen nur dann, wenn der Pilot tatsächlich eine Notlage deklariert. Notlandungen kommen im Luftverkehr – im Gegensatz zu Sicherheitslandungen – nur äußerst selten vor.

Slot
Als Slot bezeichnet man einen definierten Zeitpunkt, zu dem eine Fluggesellschaft die Start- beziehungsweise Landebahn eines Flughafens nutzen darf.

Slot Performance Monitoring Committee (SPMC)
Dieses Gremium überwacht die ordnungsgemäße Nutzung der Slots. Neben den Fluggesellschaften sind auch Vertreter des Flughafens, der DFS, des Landes- und des Bundesverkehrsministeriums im SPMC vertreten. Sollte es zu Verstößen kommen, informiert das SPMC das Bundesverkehrsministerium darüber. Im Extremfall können unzulässige Starts oder Landungen und die vorsätzliche Nichteinhaltung von Zeitnischen mit Geldstrafen geahndet werden. Die bestehenden Regelungen gelten dabei für alle Fluggesellschaften gleichermaßen.

Sky Train
Die Kabinenbahn „SkyTrain“ verbindet den Bahnhof „Düsseldorf Flughafen“ mit dem Terminal. Mit einem Zwischenstopp am Parkhaus P 4 gelangen die Passagiere ins Terminal und wieder zurück zum Bahnhof.

T

Tagesrandstunden
Unter den sogenannten Tagesrandstunden versteht man die Zeit nach 22 Uhr. Diese Tagesrundstunden sind für den Flughafen Düsseldorf von großer Bedeutung, um den Drehkreuzverkehr abzuwickeln und den Umlaufplanungen der Airlines gerecht zu werden.

Taxiway
Ein Taxiway ist eine Rollbahn, oder auch Rollweg genannt, auf einem Flughafen. Der Taxiway ist der Verbindungsweg zwischen Start- und Landebahnen sowie dem Vorfeld des Flughafens.

V

Vogelschlag
Als Vogelschlag bezeichnet man die Kollision eines Vogels mit einem Flugzeug. Wie an jedem anderen deutschen Verkehrsflughafen ist auch am Düsseldorfer Airport nach den Richtlinien des Bundesministers für Verkehr ein Vogelschlagbeauftragter bestellt. Die Vogelschlagbeauftragte am Flughafen Düsseldorf Airport ist verantwortlich für die Einhaltung, Koordinierung und Überwachung aller Maßnahmen zur Verhütung von Vogelschlägen. Die Maßnahmen lassen sich in zwei Kategorien einteilen: in biotopverändernde Maßnahmen und in Maßnahmen der Bird Control, zu der die Vergrämung und die Beobachtungs- sowie Dokumentationsleistungen gehören.